SVE2-Porz4

Warum man Porzer Jugendmannschaften lieber zu Beginn der Saison hat


Es stand der vorletzte Spieltag an und um sicher aufzusteigen brauchten wir noch 3 Punkte aus zwei Runden. Nun also Porz 8, eine gegen Saisonende sehr undankbare Aufgabe, da die unteren Porzer Mannschaften mit Jugendlichen gefüllt sind, die über eine Saison manchmal enorme Sprünge in der Spielstärke machen. Und natürlich bekamen wir genau dieses zu spüren. Wir spielten gegen eine Mannschaft, in der niemand älter als 15 Jahre war. Der Kampf begann mit einem schweren Eröffnungsfehler von Rasmus, der zwei Varianten vertauschte und sofort in entscheidenden Nachteil geriet. Martins Gegnerin unterlief ein ähnlicher Fehler, da sie eine Standardidee in der Eröffnung wählte, die aber in der Variante auf dem Brett zu deutlichem Nachteil führt. Alle anderen Eröffnungen begannen solide. Rasmus musste sich früh geschlagen geben (1-3), während Thorsten W. und Soufian sich langsam Vorteile erspielten. Martin hatte mittlerweile eine Qualität mehr und weiterhin Raumvorteil. Bei Thorsten M. entwickelte sich eine Partie mit zunehmenden Vorteil für seine Gegnerin, während Ralph eine geschlossene Stellung auf dem Brett hatte. Thorsten W. nutzte seine druckvollen Vorteile aus, seine Gegnerin verlor den Überblick und dann die Partie (4-4). Bei Thorsten M. lief es leider genau andersherum (5-7). Währenddessen hatte sich Soufian wieder einmal eine komfortable Stellung erspielt, die nur noch einer gewinnen konnte. Nach mehreren unmotivierten Fuschversuchen gab Martins Gegnerin nach einem weiteren unvermeidbaren Figurenverlust auf (8-8). Bei Ralph entwickelte sich ein zähes aber schlechteres Endspiel mit Chancen auf ein Remis. Soufian wickelte in ein gewonnenes Endspiel ab und sein Gegner sah dies ähnlich und die Partie auf (11-9). Letztendlich konnte Ralph das Endspiel nicht sauber genug gestalten und musste sich geschlagen geben, so dass der Mannschaftskampf 12-12 endete. Damit haben wir den Aufstieg weiter selber in der Hand.

Martin Blasche, Thorsten Wagner, Ralph Danha, Thorsten Müller, Rasmus Müller, Soufian Zarhloul

16.5.2026 Martin Blasche

SVE2-Dormagen3

Sieg mit Hindernissen


Winterzeit, Erkältungszeit. Andreas [Schnitzler] fiel leider erkältungsbedingt aus, aber Soufian konnte einspringen. So konnten wir vollzählig gegen Dormagen 3 antreten. Nicht so wie im Parallelkampf Brauweiler, die mit zwei Spielern weniger gegen Dormagen 2 antraten.

Unser Gegner trat als Tabellenletzter an und dies zeigte sich auch im aktuellen Mannschaftskampf. So legte Thorsten W's Gegner mit Weiß die Eröffnung direkt remisig an und fast alle anderen standen nach der Eröffnung bereits besser bzw. auf Gewinn. So hatte Rasmus bereits in der Eröffnung eine Figur gewonnen. Nur Thorsten M. spielte seine Eröffnung ungenau und kam mit einem Doppelbauern in strukturellen Nachteil. Er wickelte daraufhin in ein verlorenes Bauernendspiel ab, das sein Gegner aber mit völlig falschem Plan in ein Remis laufen ließ (2-2). Ralph startete derweil einen starken Königsangriff, doch leider gingen seiner Dame die Felder aus und er musste die Partie verloren geben (3-5). Nach vielen weiteren taktischen Verquickungen wickelte Rasmus in ein gewonnenes Endspiel mit Qualität und Mehrbauern ab. Sein Gegner verpasste den richtigen Zeitpunkt zur Aufgabe und ließ sich Matt setzen (6-6). Thorsten W. konnte aus seiner Stellung nicht mehr als ein Remis rausholen (8-8). Martin startete derweil einen Angriff auf den König, der durch freundliche Unterstützung des Gegners sehr gefährlich wurde. Soufian entschied sich für einen Zentrumsvorteil, der langfristig für einen soliden Mehrbauern geführt hätte. Dagegen hatte sein Gegner etwas und versuchte durch taktisch wildes Spiel eine unklare Stellung zu erzeugen. Damit war er aber überfordert, so dass seine Stellung völlig zusammenbrach und Soufian sicher gewann (11-9). Ein Mannschaftsremis hatten wir also bereits sicher und Martins Stellung war klar gewonnen. Sein Gegner musste die Dame gegen einen Turm geben um das Matt zu verhindern und gab danach auf (14-10). [Anmerkung der Redaktion: Bei der späteren Analyse zuhause fiel mir alles aus dem Gesicht, da ich mitten in meinen Angriff doch glatt einen ganzen Turm eingestellt hatte, was weder ich noch mein Gegner in der Partie gesehen hatten.] So haben wir souverän aber doch mit einem Haufen Glück den Mannschaftskampf gewonnen.

Martin Blasche, Thorsten Wagner, Ralph Danha, Thorsten Müller, Rasmus Müller, Soufian Zarhloul

SVE2-Bergheim 15:9

Schöner Wintertag bei netten Gastgebern

Bergheim trat nahezu in Bestbesetzung an, wir warteten trotzdem an fast allen Brettern mit einer höheren DWZ auf.

Die Bergheimer spielten eher unkonventionelle Eröffnungen oder die gewählte Eröffnung unkonventionell. So geriet Soufian schnell mit einem Bauern in Rückstand aber mit besser koordinierten Figuren. Thorsten M. schaffte sich schnell einen deutlichen Positionsvorteil und Ralph hatte einen vielversprechenden Königsangriff. Martin und Andreas ließen es langsam angehen in eher geschlossenen Stellungen als Thorsten W. einen taktischen Fehler beging und eine Qualität verlor. Kurz darauf gewann Thorsten M. seine Partie. Sein Gegner hatte sich die falsche Seite für die Rochade ausgesucht und gegen die Turmlinie von Thorsten M. war er dann machtlos (3-1). Soufian hatte den Bauern mittlerweile zurück und weiterhin das bessere Figurenspiel.

Andreas hatte inzwischen einen Bauern mehr und begann die Stellung zu öffnen, während Martins Partie immer weiter abflachte. Thorsten W. schaffte es den Turm des Gegners abzuklemmen und auf 2 Figuren für den Turm zu stellen. Da sein Gegner in der Stellung keine Idee hatte endete sie kurz darauf Remis (5-3). Martin machte daraufhin ebenfalls remis, da Soufian nun einen Bauern mehr im Übergang ins Turmendspiel hatte und auch Ralph eine Stellung aufwies, die wenn nur er gewinnen konnte (7-5). An Andreas Brett wurde es in einer klaren Gewinnstellung für Ihn kurz wild, da sein Gegner glaubte durch eine Taktik den Springer gewonnen zu haben. Diesen hätte er sofort wieder zurückgeben müssen, um einem Matt zu entgehen. Hat er nicht gesehen und wurde folglich Matt gesetzt (10-6). Ralph machte daraufhin umgehend Remis und der Mannschaftskampf war gewonnen (12-8). Nun hatten wir alle Zeit der Welt uns im Nebenzimmer mit dem Gegner zu unterhalten und die Partien anzusehen, den Soufian spielte das Endspiel langsam aber sicher zu einem vollen Punkt zu Ende (15-9).

Martin Blasche, Andreas Schnitzler, Thorsten Wagner, Ralph Danha, Thorsten Müller, Soufian Zarhloul