SEV3-Satranc2

Die Dritte beendet die Saison mit einer Niederlage

Schon in den letzten Wochen und Tagen zeichnete sich ab, dass an diesem Spieltag nicht alles einfach sein sollte. Zusagen und Absagen lösten sich ab, aber zum guten Schluss konnten wir doch noch komplett antreten, weil überraschenderweise Gerhard Perrey wieder einsatzfähig war. Das war natürlich die erfreulichste Nachricht der Saison überhaupt. Hatten wir doch schon fast damit gerechnet, dass er zumindest für längere Zeit ausfallen würde.

Und wie Gerhard sich zurückmeldete. Er spielte zäh und geduldig mit Abstand die längste Partie, bis nach mehr als drei Stunden sein Gegner in völlig hoffnungsloser Lage aufgab. Leider war das aber der einzige Sieg für uns, zwei Partien gingen verloren (Klaus Jödden und Werner Rost), die übrigen endeten Remis (Werner Baumgarten, Jochen Haupt, Werner Friedrich).

Damit liegen wir in der Abschlusstabelle nach drei Siegen, einem Mannschaftsremis und fünf Niederlagen zusammen mit drei punktgleichen Mannschaften auf den Plätzen 5 – 8. Ganz zufrieden können wir damit nicht sein, wie sich auch an den DWZ-Zahlen zeigt. Lediglich Werner Baumgarten konnte seine Zahl exakt halten, alle anderen sanken deutlich ab.

Das ist aber nun bei einer Mannschaft unseres Alters kaum anders zu erwarten, wir freuen uns, dass wir noch einigermaßen mithalten können. Das überraschende und tragische schnelle Ableben unseres Freundes Günther hat uns gezeigt, wie schnell sich das ändern kann. In der nächsten Saison werden wir voraussichtlich durch zwei neue Spieler verstärkt werden, so dass wir auch dann noch einmal die Klasse halten können.

Einzelheiten werden wir vor der Meldung für die nächste Saison wie gewohnt bei einem gemeinschaftlichen Essen besprechen.


7.6.1026 Jochen Haupt


Gerd ließ es sich nicht nehmen, die Mannschaft zu Kaffee und Kuchen einzuladen. Dafür möchten wir uns bedanken.

 

2026 06 Dritte Abschlusstabelle

SVE3-KKS7

Dritte verliert deutlich bei KKS
– gute und schlechte Nachrichten

Zum zweiten Mal in dieser Saison müssen wir auswärts bei KKS antreten. Warum zum Kuckuck können die nicht mal zu uns kommen? Während wir in Erftstadt Parkplätze in Hülle und Fülle haben gibt es bei denen immer die Sorge, wo man legal parken kann. Die gute Nachricht: Wir fanden recht schnell einen Autolagerplatz, auch weil wir uns sehr früh auf den Weg gemacht haben. Die schlechte Nachricht: Mehrere Stammspieler fehlten. Die gute Nachricht: Wir konnten genügend „Ersatzspieler“ verpflichten. Die schlechte Nachricht: Wir haben deutlich verloren. Die gute Nachricht: Wir haben trotzdem den Klassenerhalt sicher.

Nun aber konkreter: Ortwin und Gerd fehlten aus gesundheitlichen Gründen, Jochen war privat verhindert. Dafür sprangen Alexander Berkle und Khalid ein. Und wenn man nun denkt, der „billige Ersatz“ dient nur als Platzhalter, um an den hinteren Brettern nicht mit 0:3 zu verlieren: Großer Irrtum, Freunde, nicht immer nur negativ denken! Beide erkämpften ein remis. Khalid’s  Stellung erschien mir arg verdächtig, aber er fand ein Gegenspiel mit Dauerschach. Anders herum bei Alexander: Im Endspiel mit je einem Turm auf dem Brett hatte er zwei Mehrbauern, in Gedanken hatte ich schon den vollen Punkt notiert. Aber leider kam Alexander vom Gewinnweg ab und nach mehr als vier Stunden reichte man sich die Hand zum Remis. Die anderen Bretter sind schnell erzählt. Oben hatte es Klaus mit einem jugendlichen 1844er zu tun. Diesem gelang ein starker Angriff, Doppelangriff eines Bauern auf der zweiten Reihe. Da gab Klaus auf. Auch Werner Baumgarten versuchte es noch mit einem Remisangebot, das sein Gegner aber ablehnte. Schließlich musste Werner B. aufgeben. Seine erste Niederlage in dieser Saison. Nicht erwähnenswert, dass Werner Friedrich wieder mal eine wunderbare Zeitvermehrung betrieb – das macht er ja immer. Allerdings schwächte er seine Königsstellung erheblich, wonach sein Gegner ein Schachgebot herbeizauberte mit gleichzeitigem Angriff auf Werner’s ungedeckten Turm. Fertig. Blieb Werner Rost’s – also meine - Partie zu erwähnen. Da gab es beiderseits interessante taktische Momente, aber als der Mannschaftskampf entschieden war einigten wir uns auf remis.

Nun stehen wir mit sieben Punkten auf Platz sechs. Brühl und Kalk können uns am letzten Spieltag nicht mehr einholen. Der Klassenerhalt ist gesichert. Und gottseidank nähert sich diese tragische Saison dem Ende …

26.4.2026, Werner Rost

Klaus Jödden, Werner Baumgarten, Werner Rost, Werner Friedrich, Alexander Berkle, Abdul Khalid Baqui

 

SVE 3 remis gegen Brühl 6

Die Dritte kommt gerade so mit einem blauen Auge davon

Einen solchen Spieltag möchte man nicht öfters erleben, dabei schien alles so reibungslos anzulaufen, Mannschaft komplett, bequemes Heimspiel, so hat man es gerne.

Dann der erste Schlag: Kurz vor Ostern bemerkte jemand, dass unser Termin auf den Weißen Sonntag fällt, hoher Feiertag, für profane Spiele kein Raum in der Herberge. Glücklicherweise konnten wir mit unseren Brühler Gegnern vereinbaren, dort zu spielen, vielen Dank dafür auch von dieser Stelle aus - Alles war wieder im Lot.

Dann am Donnerstag die erste Hiobsbotschaft: Ortwin fällt krankheitsbedingt aus! Personell können wir das gerade noch ausgleichen, unsere Spielstärke wird aber dadurch empfindlich geschwächt. Heute Morgen dann aber ein Anruf; Gerhard Perrey ist gestern Abend mit dem Notarzt ins Krankenhaus gekommen, Zustand noch ungewiss.

Zwar gelingt es noch, Gerald Kirste als Ersatz zu mobilisieren, aber der Schock wird dadurch nicht geringer.

Zum Spielverlauf ist zu melden: Gerald konnte ein schnelles Remis erzielen, bald folgten Werner Friedrich und Jochen Haupt, ebenfalls Remis. Werner Baumgarten erkämpfte dann einen schönen Sieg gegen eine zunächst stark spielende, dann aber zusehends nachlassende Gegnerin. Klaus Jödden erreichte eine sehr starke Stellung, leider hatte er aber zu viel Zeit verbraucht und fand daher nicht die siegbringende Fortsetzung, die Partie ging leider verloren.

In der letzten Partie kämpfte Werner Rost in einem anscheinend verlorenen Endspiel um das Remis, es gelang ihm aber, das Material so weit zu reduzieren, dass er am Ende mit einem Turm gegen Läufer und zwei Einzelbauern die Stellung halten konnte – Remis und

Endergebnis im Mannschaftsvergleich 3 : 3.

Zwar hatten wir mit einem Sieg gerechnet, aber nach all den Schwierigkeiten können wir sagen: Mit einem blauen Auge davongekommen.
Vor allem wollen wir hoffen, dass es unserem Schachfreund Gerhard bald wieder bessergehen möge; und dass auch Ortwin wieder fit fürs Brett wird.

12.4.2026, Jochen Haupt