Dritte Mannschaft

Frohe Weihnachten bei der Dritten

 

Ein schönes Weihnachtgeschenk hat sich die Dritte heute selbst beschert mit einem knappen, aber insgesamt hoch verdienten 4,5:3,5 über den alten Rivalen Müngersdorf. Es war klar – wer verliert, gerät in den Abstiegsstrudel. Dass auch unser Gegner mit aller Kraft den Klassenerhalt anstrebte, sah man sofort an der Mannschaftsaufstellung. Fast nie gelingt es den Müngersdorfern, ihre Mannschaft komplett an die Bretter zu bringen, aber heute waren sie alle angetreten!! Das sah schlecht für uns aus, an sieben Brettern waren sie uns DWZ-mäßig deutlich überlegen.

 

Aber heute lief es zunächst sehr gut für uns. Zunächst erzielte Werner gegen den uns gut bekannten Günther Meinhardt, der 1958 (!!) mit Helmut Schlich in einer Mannschaft des FC Köln spielte, in einem klug geführten Endspiel den ersten Punkt für uns. Kurz darauf konnte ich durch einen glücklichen Sieg den nächsten Punkt beisteuern, Peter erreichte gegen den starken Neuzugang bei Müngersdorf an Brett 1 ein schönes Remis, und Gottfried setzte seine Erfolgsserie dieser Saison mit einem weiteren Sieg fort.

 

Damit hatten wir bereits 3,5 Punkte, alle vier laufenden Partien sahen zumindest ausgeglichen aus. Da erhielt Lukas ein Remisangebot, und als guter Mannschaftsspieler bat er mich als Mannschaftsführer um Rat, ohne mir anzudeuten (wie es auch korrekt ist, der Mannschaftsführer darf ja nur aus Sicht des Gesamtstandes urteilen), dass er mit einem Sieg rechnete. Ich empfahl Annahme, da damit das 4 : 4 schon mal sicher war, und alle anderen Partien auch zumindest Remis schienen. Er hätte gerne weitergespielt, wie er hinterher sagte, wahrscheinlich hätte uns das ein schnelles Ende des Wettkampfes beschert.

 

Aber nun lief es nicht mehr für uns. Günter und auch Christian verloren kurz die Übersicht in ihren Partien, was ihre Gegner gnadenlos ausnutzten, und da stand es nur noch 4 : 3. Andreas musste seine Partie Remis halten. Und sein Gegner war hartnäckig. Noch mehr als 1,5 Stunden lang grübelte er, machte auch gelegentlich einen Versuch, seine Türme besser zu aktivieren, aber Andreas hielt die Linien geschlossen, und endlich, als bis auf wenige Minuten die Bedenkzeit erschöpft war, gab er sich mit der Punkteteilung zufrieden. Anerkennung an Andreas für seine Ruhe und Geduld! Schön auch, dass die gesamte Mannschaft bis zum Schluss dabei blieb und so zumindest moralisch Andreas unterstützte.

 

Mit nunmehr zwei Siegen stehen wir genau in der Mitte der Tabelle, drei Mannschaften haben jeweils nur 0 oder 1 Punkt, da können wir schon ziemlich beruhigt in die Zukunft schauen. Eigentlich wollten wir im Falle eines Mannschaftssieges noch gemeinsam Kaffee trinken gehen, aber da es schon so spät geworden war, haben wir das auf nächstes Jahr verschoben.

 

Jochen Haupt

 

 

Die Dritte schafft den ersten Schritt Richtung Klassenerhalt!!

 

Wir wussten, dass gegen Berrenrath ein Sieg gelingen musste, entsprechend groß war die Einsatzbereitschaft. Jochen Haupt war als einziger Stammspieler verhindert, so übernahm Werner Rost die Aufgabe, die Mannschaft aufzustellen. Neun Spieler standen bereit, so verzichtete er selbstlos auf seinen eigenen Einsatz, wenigstens ein Jugendlicher sollte mitspielen, wie wir es uns ja generell vorgenommen haben. Und so traten wir zuhause in folgender Besetzung an:

 

Kirst, Schnitzler, Wagner, Mevis, Klughardt, Jung, Hechler, Nerstheimer.

 

Ein ganz besonderer Einsatz war es für Helmut Nerstheimer, da er beschlossen hatte, dass dies sein letzter offizieller Einsatz sein sollte. Denn in Berrenrath hat er 1948 (!!!) seine Karriere im Schach begonnen. Und gegen seinen ersten Verein sollte nun auch das letzte Spiel stattfinden, kurz vor seinem 91. Geburtstag. Friedlich trennte er sich von seinem jungen Gegner mit einem Remis – eine unglaubliche Schachlaufbahn geht damit „offiziell“ zu Ende (Allerdings hat Helmut danach schon zugesagt: Wenn ihr mich noch mal braucht, bin ich natürlich dabei – mal sehen, was wird).

 

Leider hatte Christian keinen glücklichen Tag, sein Gegner hatte ihm Remis angeboten, aber Christian wollte mehr. Doch wie so oft: Wer in ausgeglichener Stellung ein Remisangebot ausschlägt, setzt sich wohl zu sehr unter Druck, und es passiert ein Patzer, der Punkt war weg. Dann machten Andreas Schnitzler und Günther Klughardt in ausgeglichener Stellung Remis. Locker gewannen dann Thorsten Wagner mit einer schönen Kombination und Lukas Mevis mit einem weit vorgerücktem Bauern im Zentrum.

 

Mein Gegner wollte nur Remis machen und spielte als Weißer absoluten Beton, bis ins Mittelspiel war die Stellung völlig ausgeglichen. Weil ich das Remis nicht wahrhaben wollte, lockerte ich die Königsstellung und stellte kurz danach die Qualität ein. 3 Züge später übersah mein Gegner eine Drohung und verlor einen Läufer. Ich stand dann mit Läufer und Springer, bei unsicherer Königsstellung, gegen Turm minimal besser und übte dann auch bis zum 72. Zug, aber es wurde dann doch Remis. Der Stand 4 : 3 für uns. Als Letzter spielte noch Gottfried. Er hatte einen Mehrbauern und gute Gewinnchancen, machte dann aber im Endspiel eine verkehrte Königswanderung und musste aufpassen, damit er wenigstens Remis machen konnte.

 

Endstand: Erftstadt III-Berrenrath II 4,5 : 3,5

 

Das Ergebnis ist zwar knapp, aber es war doch ein verdienter Sieg, der auch leicht hätte höher ausfallen können. Wir dürfen uns alle Hoffnung machen, auch noch weitere Mannschaften zu schlagen. Bereits im nächsten Kampf gegen Müngersdorf können wir mit einem Sieg den Klassenerhalt so gut wie sichern.

 

Peter Kirst / Jochen Haupt

Erftstadt 3 erleidet eine knappe Niederlage gegen Pulheim

Zum ersten Male fuhren wir zu einem Auswärtsspiel mit Zuschauer-Unterstützung: Christians Opa kam mit, um das Spiel seines Enkels zu bewundern – leider schien das aber den sonst so umsichtig spielenden Christian abzulenken, schon nach kurzer Zeit war er einen Moment lang unkonzentriert, und - Matt - .

 

Leonhard, unser zweiter Jugendlicher, der heute zum Einsatz kam, spielte dagegen sehr schön gegen seinen etwas stärkeren Gegner, gewann eine Figur und erzwang dann konsequent den Abtausch weiteren Materials, so dass er am Ende seine Partie sehr sicher gewann – eine sehr gute Leistung!

 

Peter spielte an Brett 1 gegen seinen alten Widersacher Sabranski, und wie seit Jahrzehnten, so endete auch in diesem Jahr die Partie Remis. Sie konnten beide nicht sagen, zum wievielten Male es so kam. Für Peter ein großer Erfolg, schließlich ist sein Gegner noch immer gut 100 Punkte höher eingestuft.

 

Gottfried hatte sich intensiv auf den heutigen Kampf vorbereitet, und das wurde belohnt – sicherer Partieaufbau, konsequent den Druck verstärkt, bis der Gegner nicht mehr konnte, und der Punkt für Erftstadt war eingefahren.

 

Leider konnten Andreas, Günther und ich unsere Partien nicht halten, obwohl es relativ lange zumindest bei Andreas und Günther nach Remis aussah, alle drei Partien gingen verloren, und damit hatte Pulheim schon 4,5 Punkte. Als letzter kämpfte noch Werner, er stand auch mit einem Bauern und einer Qualität im Plus, und sicher hatte er gute Chancen, nach längerem Endspiel die Partie zu gewinnen, aber um uns allen einen frühen „Feierabend“ zu verschaffen, bot er seinem Gegner Remis, was dieser natürlich gerne annahm.

 

Die Niederlage gegen Pulheim kam zwar nicht unerwartet, aber mit etwas Glück hätten wir heute ein Unentschieden erreichen können. Das gibt jedenfalls Hoffnung auf einen Sieg im nächsten Kampf, wenn es gegen Berrenrath 2 geht. Da wollen und müssen wir unsere ersten Mannschaftspunkte holen!!

 

Jochen Haupt

1.Spieltag: Erftstadt III - Rodenkirchen I

Fehlstart bei der Dritten

 

Heute wurde in Erftstadt ein wichtiger Bürgerentscheid zur künftigen Schulbildung in unserer Stadt durchgeführt, unser gewohntes Spiellokal wurde „Wahlbüro“, wir mussten etwas beengt in den kleinen Übungsräumen spielen, das machte es zwar sehr eng, aber mit unseren bekannt freundlichen Schachgästen aus Rodenkirchen hatten wir da keinerlei Schwierigkeiten – vielen Dank dafür. Dass wir gegen Rodenkirchen spieltechnisch auf verlorenem Posten standen, war schon vorher klar.  DWZ-Punkte garantieren zwar keinen unbedingten Sieg, aber wenn an sechs von acht Brettern der Unterschied zwischen 100 – 400 Punkte beträgt, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit den richtigen Siegertipp abgeben.

 

Aber uns erwischte es doch  etwas zu hart. Sieben Partien gingen verloren, nur ein Remis durch Gottfried (Glückwunsch dazu, auch sein Gegner war ein ganzes Stück stärker als er), das uns aber immerhin vor dem letzten Tabellenplatz bewahrte, da Kerpen (kampflos) 0:8 verlor. Damit haben die beiden Fast-Aufsteiger der vorigen  Saison, Dormagen und Rodenkirchen, bereits wieder die Tabellenführung übernommen.

 

Negativer Auftakt bei uns war mein Patzer in der Eröffnung,  Figur verloren, Aufgabe nach 20 Minuten! Aber auch Werner (schlechte Figurenentwicklung) und Viktor (falsche Endspielbehandlung) spielten nicht all zu lange. Christian spielte längere Zeit eine solide Partie, verlor aber wohl dann irgendwie die Übersicht und überraschend war auch für ihn Endstation. Helmut sah nach der ersten Stunde wie der klare Sieger aus, Figurengewinn in solider Stellung, aber dann nahmen seine Augenprobleme überhand, im wahrsten wie im übertragenen Wortsinn „sah er nichts mehr“, die Partie ging verloren. Nun stand es nach gut zwei Stunden bereits 0 : 5, als Gottfried immerhin ein gutes Remis gegen seinen starken Gegner erreichte. Das war Peter nicht vergönnt, sein Gegner spielte extrem solide, „überspielte“ Peter und gewann sicher. Blieb noch Andreas, der den stärksten Gegner hatte (400 Punkte Unterschied!) – Andreas kämpfte sehr lange, verteidigte sich trotz Minusbauer zäh, aber man kann bei solchen Kräfteverhältnissen das Ende ahnen, auch hier ging der Punkt an Rodenkirchen. Immerhin, Anerkennung an Andreas für seinen Kampfgeist!

 

Schade, aber kein Beinbruch – die Niederlage war „eingepreist“, Rodenkirchen ist erster  Aufstiegsfavorit, punkten müssen wir später. Am 25. Oktober geht es gegen Pulheim, ebenfalls einer der  schwereren Gegner, aber mit etwas Glück machbar.

 

Jochen Haupt